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 Fach- und Rehabilitationsklinik für Onkologie (AHB), Hämatologie und Immunologie

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Ernährungsberatung


Ernährung bei Adipositas 

Adipositas entsteht als Folge vermehrter Depotfettbildung, wenn dem Organismus langfristig mehr Energie zugeführt wird, als er verbraucht.

Starkes Adipositas belastet meist Körper und Seele. Adipositas bedeutet per se eine enorme Belastung für die Gelenke. Bluthochdruck infolge von Adipositas entwickelt sich zunächst unbemerkt. Das Risiko für einen Schlaganfall steigt. Die Gefahr von Gallensteinen ist erhöht.
Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen treten in enger Beziehung zum Adipositas auf und tragen zu einem deutlichen Anstieg des kardiovaskulären Risikos bei.
Überernährung kann die Progression von Krebs fördern. Ein Ziel der Sonnenberg-Klinik ist es, einem möglichst negativem Krankheitsverlauf bei Adipositas durch Abbau desselben in der Nachsorge entgegenzuwirken. 

Wird die Notwendigkeit abzunehmen kritisch hinterfragt? Nicht jeder, der glaubt, abnehmen zu müssen, sollte dies auch wirklich tun.

Mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) können Sie Ihr eigenes Gewicht besser einschätzen.

Er wird berechnet, indem das Körpergewicht in Kilogramm geteilt wird durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat:

BMI = Körpergewicht in kg                                   z.B.            85      
                                     (Körpergröße in m²)                                          (1,65)²                        = 31 

Vergleichen Sie Ihren persönlichen BMI mit der folgenden Tabelle:

Einstufung

 

 

BMI

 

 

 

Männer

 

Frauen

Untergewicht

 

 <20

 

 >19

Normalgewicht

 

20-25

 

19-24

Überge wicht

 

25-30

 

24-30

Adipositas

 

 >30

 

 >30

Quelle: Elmadfa/Leitzmann 1998 

Langfristige Ernährungsumstellung bei Adipositas:

Adipositas bedingte Gesundheitsstörungen und Folgekrankheiten können durch eine Gewichtsreduktion stark gebessert oder ganz beseitigt werden. Gewichtsabnahmen sollten kontinuierlich erfolgen.

Der Langzeiterfolg bei Adipositas setzt voraus, dass es Ihnen gelingt, Ihr Ernährungsverhalten dauerhaft zu verändern. Da solche Veränderungen oft eine Umstellung von tiefverwurzelten und lange antrainierten Gewohnheitsmustern bedeuten, sollte dieser Prozess langfristig und langsam erfolgen. Realistisch sind Gewichtsverluste von 1-2 kg im Monat.

Folgende Ernährungsempfehlungen können Ihnen bei Adipositas helfen, Ihre Ernährung so umzustellen, dass Sie mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt sind. Ihre Leistungskraft erhalten bleibt und Sie, ohne hungern zu müssen, schmackhaftes Essen genießen können....
Hilfreiche Tipps und Ernährungsempfehlungen erhalten Sie unter:
www.1-ernaehrungsberatung.de/adipositas/

Ernährungsberatung bei Gicht 

Die Stoffwechselkrankheit Gicht, hervorgerufen durch erhöhte Harnsäurewerte im Blut, ist schon seit Jahrtausenden bekannt. Bereits der griechische Arzt Hippokrates beschrieb sie als eine „schmerzhafte Erscheinung, die vorwiegend bei wohlbeleibten Männern im höheren Lebensalter anzutreffen ist“. Wohl kaum eine Krankheit ist so eng mit dem Wohlstand verknüpft wie die Gicht. In Zeiten der Not ist sie selten, in Zeiten des Überflusses tritt sie häufiger auf.

Übergewicht ist demnach ein großer Risikofaktor für Gicht. 

In der Sonnenberg-Klinik  wird ein vollwertiges Ernährungskonzept praktiziert. Unsere vegetarische und fleischreduzierte Ernährung (auf Wunsch auch kalorienreduziert) beinhaltet den Verzehr von sehr viel Obst, Gemüse, Rohkost und Vollkornprodukten, was den Purinstoffwechsel positiv beeinflusst. Im Rahmen der Ernährungsberatung und Ernährungstherapie kann der persönliche Kostplan nochmals harnsäurrarm (purinarm) zusammengestellt werden. 

Harnsäure ist das Endprodukt des Purinstoffwechsels. Purine sind Bestandteile der tierischen und menschlichen Zellkerne. Die Harnsäure in unserem Körper stammt im wesentlichen aus zwei Quellen. Zum einen aus dem Abbau von Purinen, die wir über tierische und pflanzliche Lebensmittel aufnehmen. Zum anderen aus der Umwandlung von im Körper selbst gebildeten purinhaltigen Zellkern-bausteinen. Täglich werden neue Zellen aufgebaut und alte Zellen abgebaut. Die dabei freigesetzten Purine werden im Körper zu Harnsäure verstoffwechselt und über die Nieren ausgeschieden. 

Bei der Gicht unterscheidet man zwischen einer primären und einer sekundären Form. 

·   Die Anlage zur primären Gicht wird vererbt. Es liegt ein angeborener Fehler im Harnsäurestoffwechsel vor. In den meisten Fällen sind die Nieren nicht in der Lage, genügend Harnsäure auszuscheiden. Der Harnsäuregehalt des Blutes steigt dann über die Norm an (Normalwerte unter 6,5 mg/100 ml).  Bei entsprechender Veranlagung fördern Übergewicht, Bewegungsarmut und zu hoher Alkoholkonsum die Entstehung von Gicht.

·   Die sekundäre Gicht kann als Begleiterkrankung anderer Erkrankungen auftreten, z.B. bei hämatologischen Erkrankungen oder bei zytostatischer Chemotherapie infolge eines vermehrten Zellunterganges. 

Bleibt der Harnsäuregehalt über längere Zeit erhöht, kann es zu einem Gichtanfall kommen, wobei die Harnsäure auskristallisiert und sich in verschiedenen Gelenken und Weichteilen ablagern kann. Diese Ablagerungen bleiben anfangs ohne Folgen. So kann jahrelang eine erhöhte Harnsäurekonzentration vorliegen, ohne Beschwerden zu machen. Reichhaltiges Essen und übermäßiger Alkoholgenuss können dann aber plötzlich einen akuten, sehr schmerzhaften Gicht anfall auslösen. Typisch ist bei Gicht der Befall eines der beiden Groß-zehengrundgelenke oder der Daumengrundgelenke. 

Wird ein erhöhter Harnsäurespiegel nicht rechtzeitig behandelt, kann sich eine chronische Gicht entwickeln. Typische Symptome sind Gelenkschmerzen, Bewegungseinschränkung, Gelenksdeformationen sowie die Bildung von Nierensteinen. Unter einer Gichtniere versteht man die diffuse Ablagerung von Harnsäure im Nierengewebe mit der Folge eines Bluthoch- drucks und einer Niereninsuffizienz.  

Ø      Ernährungsberatung bei Gicht – purinarme Kost  

Die richtige Ernährung ist die Grundlage zur Behandlung von Gicht. Wenn Sie übergewichtig sind, sollten Sie langsam und stetig abnehmen. Bei strengem Fasten kann der Harnsäurespiegel in kurzer Zeit sehr hoch ansteigen. Die Folge kann ein Gichtanfall sein. Besonders Innereien, Fleisch und Fleischwaren (Wurst),  Fisch und Meeresfrüchte enthalten reichlich harnsäurebildende Purine. Richten Sie sich bei Ihrer täglichen Speiseplangestaltung daher nach den folgenden Empfehlungen. So können Sie einem Gichtanfall vorbeugen....
Lesen Sie hier weiter: www.1-ernaehrungsberatung.de/gicht/    

Ernährungsberatung bei Osteoporose 

In der Sonnenberg-Klinik, einer onkologischen Rehabilitationsklinik in Bad Sooden-Allendorf, werden im Rahmen der Ernährungsberatung Informationen zum Thema Osteoporose gegeben. 

Wissenswertes zum Krankheitsbild der Osteoporose in Kürze: 

·   Die Osteoporose ist eine Erkrankung der Knochen, die derzeit in allen industrialisierten Ländern zunimmt. Diese Zunahme ist  v.a. begründet in den Ernährungsgewohnheiten und der heute geringeren körperlichen Aktivität. 

·   Bei der Osteoporose kommt es zu einem überdurchschnittlichen Abbau an Knochenmasse, der zu einem Brüchigwerden der Knochen führt. Die Folge ist eine erhöhte Knochenbruchgefahr (v.a. Oberschenkelhalsknochen und Unterarm).  Zudem kann sich die Wirbelsäule verformen und der sog. Witwenbuckel entstehen.

·   Von Osteoporose betroffen sind besonders Frauen mit Beginn der Wechseljahre und generell alte Menschen. Die Ursache für das gehäufte Auftreten der Osteoporose in/nach den Wechseljahren hängt mit der veränderten Hormonsituation der Frauen zusammen. Der natürliche Schutz, den die Östrogene (weibliche Geschlechtshormone) auf die Knochen ausüben, fällt infolge der geringeren Östrogenbildung nach der Menopause fort. 

·    Der Verlust an Knochenmasse im Alter ist ein natürlicher Vorgang, der durch prophylaktische Maßnahmen in der Kindheit und Jugend (ausreichende Kalziumzufuhr, Bewegung) über der Bruchgrenze gehalten werden kann. Aber auch genetische Faktoren spielen eine Rolle, da die Osteoporose bei manchen Bevölkerungsgruppen trotz vergleichsweise geringer Kalziumaufnahme mit der Nahrung selten ist.

Wichtigste ernährungstherapeutische Maßnahmen bei Osteoporose 

Die Kalziumzufuhr in den ersten drei Lebensjahrzehnten hat eine entscheidende Bedeutung für den maximalen Mineralstoffgehalt der Knochen. Aber auch im höheren Alter kann der natürliche Abbau von Knochenmasse durch ausreichende Kalziumzufuhr verzögert werden:

Þ  Knochenaufbau mit Kalzium 

Die empfohlene tägliche Kalziumaufnahme liegt für Osteoporose - Patienten bei rund 1200-1500 mg. Kalziumreich sind besonders Milch und Milchprodukte. Aber auch verschiedene Gemüse, Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte (Soja) enthalten einiges an Kalzium. Nachstehend kalziumreiche Lebensmittel im Überblick:... und hier geht es weiter mit vielen Tipps und Ernährungsempfehlungen: www.1-ernaehrungsberatung.de/osteoporose/

Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihr Team von der Sonnenbergklinik

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Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unser Chefarzt im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.

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Aktualisiert: Juni 2010

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